Zorgdrager, Alte und neue Grönländische Fischerei und Wallfischfang mit …

Zorgdrager, Alte und neue Grönländische Fischerei und Wallfischfang mit ...

Fischerei. – Grönland. – Walfischfang. – Zorgdrager, Cornelis G.: Alte und neue Grönländische Fischerei und Wallfischfang mit einer kurzen historischen Beschreibung von Grönland, Island, Spitzbergen, Nova Zembla, Jan Mayen Eiland, d. Stasse Davis u. a. (Übers. aus d. Holl. Nachdr. d. Ausg. Leipzig 1723.) Kassel: Hamecher; 1975. 21 cm. 482 S., 6 Bl. Abb., 6 Kt. OLw. – OS. Neu.

Aus dem Inhalt: „Schon früh erkannte der Mensch auf seiner Suche nach immer neuen Nahrungsquellen, welche Bedeutung auch dem Fang der Wale zukam. Bereits im 9. Jahrhundert betrieben die Norweger systematisch den Walfang, im 13. und 14. Jahrhundert waren vor allem die Basken und im 17. und 18. Jahrhundert die Holländer als Walfänger führend. Einer der holländischen Kommandeure, wie die Kapitäne der Walfangschiffe genannt wurden, Cornelis Gijsbertsz Zorgdrager, zeichnete seine Berufserfahrung gewissenhaft auf. Über seine Person ist kaum mehr bekannt, als dass er die längste Zeit seines Lebens in Zaandam ansässig war, wo er auch verstarb. 1690 machte er seine erste Reise als Kommandeur für die Rechnung von Dirk Dirkzoon Prutkooper zu Jisp mit einer alten, ziemlich notdürftig zurechtgezimmerten Büse und zwei Schlupen, sowie einer Jolle. Die Besatzung umfasste 14 Mann. Seine Beobachtungen und Erlebnisse hatte er zunächst nur für sich selbst notiert, veröffentlichte sie dann aber, damit sie „allen lehrbegierigen Commandeuren, Steuermännern, Harpuniern und anderen Bedienten zum nützlichen Gebrauch dienen werde: wobei ich noch der getrosten Zuversicht lebe, es werde selbige Aufzeichnung auch den alten und erfahrnen Commandeuren keinen Schaden bringen; sondern ihnen Anleitung geben, die Mängel und Gebrechen verbessern zu helfen…“. – Mit seinem Werk ist uns ein kultur- und schiffahrtsgeschichtlich hochinteressanter Bericht zum Walfang seiner Zeit überkommen, eine Quelle von bleibendem Wert, aus der zahllose spätere Autoren geschöpft haben. Zorgdrager berichtet über die Standorte der Wale, ihr Nahrung, ihre Lebensweise, die Methoden des Fanges und der Verarbeitung der gewaltigen Tiere und natürlich über die zum Fang erforderlichen Schiffe und das Leben auf ihnen, welches bei der Kälte der nördlichen Breiten und den höchst primitiven Verhältnissen an Bord, mehr als hart war. Uns Heutigen wird dabei deutlich, dass der direkte Ertrag des Walfanges aber im ganzen gesehen gar nicht so sehr das ausschlaggebende Ergebnis der Eismeerfischerei jener Zeit war. Von größerer Bedeutung war ihr Einfluß auf die allgemeine Entwicklung der Schiffahrt der Walfang treibenden Nationen, die Ausbildung ihrer Seemannschaft und die Konstruktion und den Bau ihrer Schiffe. – Dem Buch sind mehrere Karten beigegeben, die zum Teil erstmalig genauere Angaben über die betreffenden Gebiete machen (sic).“

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Antiquariat Hamecher
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